Sozialökonomisch und politisch ist das Barock die Synthese einer aus feudalen Welten stammenden Doppelmacht, des Fürstentums und der Kirche, mit den entwickelten Energien des Bürgertums. Ästhetisch ist das Barock dasselbe: eine Verschmelzung konservativer Religiosität mit den Formacquisitionen profaner Bürgerlichkeit. So entsteht die höfisch-katholische Elegik der barocken Formen.
Wilhelm Hausenstein